Unsere Partnerstädte

Kidderminster (England)

Kidderminster ist eine Industrie- und Handelsstadt im District Wyre Forest der Grafschaft Worcestershire, 25 Kilometer südlich von Birmingham. Mitten durch die Stadt fließt der Fluss Stour. Sie hat 55.000 Einwohner.

 

Kidderminster entstand im 8. Jahrhundert, die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1086. 1225 erhielt der Ort das Marktrecht und entwickelte sich zu einem Zentrum der Textilherstellung. Der Eröffnung der ersten Teppichfabrik im Jahr 1735 folgten schnell weitere. Auch wenn die Bedeutung der Teppichindustrie Mitte des 20. Jahrhunderts an Bedeutung verlor, ist sie noch immer deutlich präsent.

 

Die Städtefreundschaft besteht seit 1955, die offizielle Partnerschaft seit 1976.

 

Kidderminster-Husum Twinning Association

(englisch, deutsch, dänisch)

Klaus-Hinrich Evers hat einen Beitrag zur Geschichte der Städtepartnerschaft Kidderminster - Husum geschrieben. Er ist in der Reihe der Gesellschaft für Husumer Stadtgeschichte erschienen.

Beiträge zur Husumer Stadtgeschichte

Heft 11, 2008, S. 86 - 98

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Geschichte der Städtepartnerschaft Husum - Kidderminster
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Heilbad Heiligenstadt (Deutschland)

Heilbad Heiligenstadt (Deutschland)
Heilbad Heiligenstadt (Deutschland)

Heilbad Heiligenstadt ist die Kreisstadt des Landkreises Eichsfeld in Thüringen und hat 16.000 Einwohner.

 

Der Ort begann als Herrenhof, der dann an den Erzbischof von Mainz übereignet wurde. Die erste urkundliche Erwähnung war im Jahr 973, Stadtrecht bekam Heiligenstadt im Jahr 1227. Im 19. Jahrhundert fielen die Stadt und der Landkreis an Preußen. Den Grundstein als Heilbad legte die Gründung des Kneippbades 1929. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Heilbad Heiligenstadt teil der DDR. Die offizielle Anerkennung als Heilbad erhielt die Stadt jedoch erst nach der Wiedervereinigung.

 

Als Theodor Storm nach dem Aufstand von 1848 ins Exil ging, lebte er lange in Heilbad Heiligenstadt und arbeitete dort als Kreisrichter. Teile der Novelle „Pole Poppenspäler“ spielen dort. Zu den Museen der Stadt gehört auch ein Literaturmuseum über Theodor Storm.

 

Enge Kontakte pflegen besonders die Theodor-Strom-Gesellschaft und die Freiwillige Feuerwehr.

 

Heilbades Heiligenstadt

(deutsch)


Trzcianka (Polen)

Trzcianka (Polen)
Trzcianka (Polen)

Trzcianka ist eine Stadt mit rund 24.000 Einwohnern. Sie liegt am Fluss Mühlenfließ, 22 Kilometer südwestlich von Piła und rund 140 Kilometer nordöstlich von Frankfurt an der Oder. Der deutsche Name von Trzcianka ist Schönlanke.

 

Ansiedlungen auf dem heutigen Stadtgebiet sind schon aus Mitte des 13. Jahrunderts nachweisbar. Erste urkundliche Erwähnung findt das Dorf Schönlanke jedoch erst 1565. Damals wurde es an Woiwoden (Herzog) von Rawa verpfändet. 1586, als Schönlanke im Besitz der Hedwig Charnkowska war, soll ein neues Dorf angesetzt worden sein, das zu einem Marktflecken heranwuchs. 1671 erhielt dieser Ort das Privileg für vier Jahrmärkte und am 3. März 1731 erhob August II. den Ort offiziell zu einer Stadt mit Magdeburger Recht.

 

Wirtschaftlich war Schönlanke lange durch das Tuchmacherhandwerk geprägt. Das Innnungsprivileg stammt aus dem Jahr 1679. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gab es zwei Färbereien und mehr als 200 Tuchmacher in Schönlanke. Außerdem wurde es zu einem Zentrum des Wollhandels. Anfang des 19. Jahrhunderts verlor die Tuchmacherei an Bedeutung, da Russland Strafzölle auf die Einfuhr von Textilien legte und die Konkurrenz durch industriell hergestellte Stoffe wuchs. Die Innung der Tuchmacher und Leineweber wurde 1888 endgültig aufgegeben.

 

Mit der Ersten Teilung Polens 1772 kam Schönlanke zu Preußen. Von 1807 bis 1815 war es Teil des Herzogtums Warschau, dann Teil der preußischen Provinz Posen. Die Einweihung der Ostbahn 1851 und die großen Wälder rund um Schönlanke ermöglichten der Stadt einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung, unter anderem in der holzverarbeitenden Industrie. 1905 wurde das ältere Dorf Schönlanke in die Stadt eingemeindet.

 

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, am 27. Januar 1945, wurde Schönlanke von der Roten Armee besetzt. Während der Plünderungen und Kampfhandlungen wurde unter anderem Teile des Marktplatzes und der evangelischen Kirche zerstört. Nach Ende des Krieges fiel die Stadt unter polnische Verwaltung und wurde in Trzcianka umbenannt. Bis 1975 war Trzcianka Sitz des Powiats (Landkreis).

 

Kontakte zu Husum bestehen seit 1991, damals noch zum Netzekreis.

 

Trzcianka

(polnisch)


Gentofte (Dänemark)

Gentofte (Dänemark)
Gentofte (Dänemark)

Gentofte liegt direkt am Öresund, rund neun Kilometer nördlich von Kopenhagen.

 

Entstanden ist Gentofte aus vorstädtisch geprägten Siedlungen, die sich um ehemalige Herrensitze und Dörfer außerhalb der Hauptstadt Kopenhagen entwickelten.

 

Heute gehörte es zur Hauptstadtregion Hovedstadsområdet und hat rund 74.000 Einwohner. Gentofte ist besonders bei Pendlern nach Kopenhagen beliebt. Es gibt Handel und Dienstleistungsunternehmen. Zu Gentofte gehören insgesamt neun Kirchspiele.

 

Sehenswürdigkeiten sind die Schlösser Charlottenlund und Bernstorff, das Ordrupgaard Museum, zwei Pferderennbahnen sowie das Bellevue Strandbad, das Bellevue Theater und die Tankstelle von Skovshoved von dem berühmten Architekten Arne Jacobsen. Aus Gentofte kommen zahlreiche wichtige Persönlichkeiten wie zum Beispiel Allan Jacob Erslev, der das Hormon Erythropoetin entdeckte, der Komponist Per Nørgård, der Schriftsteller Peer Hultberg, der Handballer Kasper Kisum und Lars Ulrich, der in der Heavy-Metal-Band Metallica Schlagzeug spielt.

 

Die Städtepartnerschaft zu Husum gibt es seit 1975. Es finden Besuche von Delegationen zu Feierlichkeiten und Ausstellungen statt. Auch von Seiten der Pfadfinder gab es Kontakte.

 

Gentofte Kommune

(dänisch und englisch)