Besuch der Herrmann-Tast-Schule in Kidderminster vom 2. bis 7. Juni 2024
Erster Schüleraustausch nach Kidderminster: Eine Reise voller neuer Eindrücke und Erfahrungen
Vom 2. bis zum 7. Juni 2024 fand der erste Gegenbesuch der Hermann-Tast-Schule Husum an der King Charles I School in Kidderminster statt. Zehn Schülerinnen (9a: Frederike Carstensen, Merle Carstensen, Liv Clausen, 9c: Lynn Gohde, Nala Wulff, 9d: Jumah Lenczewski, Jule Otzen, Mara Paulsen, 9g: Zoe Hinrichsen, Kayleen Kleinert) und ihre Lehrer Herr Schröder und Frau Gebauer machten sich auf den Weg nach England, um eine Woche lang in die englische Kultur einzutauchen und neue Freundschaften zu schließen. Der Schüleraustausch begann im letzten November mit dem Besuch von acht Schülerinnen und zwei Lehrern der King Charles I School in Husum.
Bereits die Anreise war ein aufregendes Erlebnis. Nach einer relativ störungsfreien Zugfahrt nach Hamburg und einem Flug nach London wurden wir von Kay Collins, der hauptverantwortlichen Initiatorin auf englischer Seite, abgeholt und zum Pfadfinder-Camp gebracht, das unser Zuhause für die nächste Woche sein sollte. Die Schülerinnen waren positiv überrascht von der gemütlichen und sauberen Unterkunft, die weit über ihre Erwartungen hinausging. Der Abend klang bei Pizza aus.
Eindrücke zu den einzelnen Tagen in Kidderminster aus Sicht der Teilnehmerinnen:
Am Montag ging es dann gleich zur Schule. Die Schule war so groß, dass sie viele einzelne Gebäude umfasste und sogar eigene Tennisplätze hatte, was mich sehr beeindruckte. Nachdem wir die Schule besichtigt hatten, nahm ich an einem Mathekurs teil. Das war auch eines meiner Highlights, denn es war so spannend und unterhaltsam zu beobachten, wie andere Menschen Mathe lernen. Darüber hinaus waren alle Schüler des Kurses etwa in meinem Alter. (Frederike Carstensen)
Am Nachmittag sind wir ins „Carpet Museum“ gegangen. Dort haben wir viel über die Teppichindustrie Englands erfahren und warum sie damals nicht weiter bestehen konnte. Abends waren wir dann in den Familien, wo wir das erste Mal die Gastfamilien gesehen haben. Ein weiteres tolles Ereignis war, als wir mit den Austauschschülern am Dienstag im viktorianischen Freilichtmuseum „Blists Hill“ waren. In diesem Freilichtmuseum war ein ganzes Dorf aufgebaut, so dass man sehen und erleben konnte, wie es damals gewesen ist und wie die Menschen zu dieser Zeit gelebt haben. Abends gab es dann noch ein Lagerfeuer und BBQ auch mit einigen Eltern der Gastschüler, Vertretern der Husum-Kidderminster Gesellschaft und Vertretern der Stadt Kidderminster. Wir hatten wieder einmal einen sehr schönen Abend mit den Austauschschülern. (Merle Carstensen)
Am folgenden Tag, am Mittwoch, haben wir erst die Schule der 7. und 8. Klässler besucht und mit ihnen gesprochen. Die Aktion hieß „Meet a German“. Hier konnten uns die Schüler und Schülerinnen alles fragen. Danach sind wir nach Birmingham gefahren, eine große Industriestadt in der Region der West Midlands. Dort haben wir die riesige Bibliothek besucht, hatten auch Freizeit und verbrachten dort den restlichen Tag, am Abend hatten wir wieder die Möglichkeit in die Gastfamilien zu gehen und dort Zeit zu verbringen. (Mara Paulsen)
Am Donnerstag sind wir mit einem alten Zug mit einer Dampflok, nach Bridgnorth gefahren. Dort haben wir die Stadt besichtigt und einiges über die Geschichte gelernt. Ich weiß nicht wirklich, was ich mir unter England vorgestellt habe, aber nicht so eine hügelige Gegend. Es ist wirklich sehr hügelig, aber auch sehr grün und hübsch. Generell finde ich, dass England bzw. Kidderminster viel grüner ist als Husum. Außerdem gibt es so viele alte Gebäude, die sehr beeindruckend sind. (Zoe Hinrichsen)
Freitagmorgen ging es noch einmal in die Schule und von da aus gleich mit dem Zug Richtung London. In Paddington Station angekommen, haben wir unser Gepäck nach einer ersten Fahrt mit der Tube in unserem Hostel, nicht weit vom Tower, abgestellt. In der Zeit von 16:00 – bis 23.00 Uhr haben wir versucht, möglichst viele Sehenswürdigkeiten Londons wenigsten kurz von außen zu sehen: Tower, Tower Bridge, Tate Modern, The Globe, London Eye, Saint Paul‘s, Big Ben, Westminster, Parliament, The Mall, Buckingham Palace, Teile von St James`s und Green Park. In Soho haben wir dann in einer Pizzeria zu Abend gegessen, um dann durch Chinatown und Leicester Square wieder zur Tube zu schlendern. Am nächsten Morgen haben wir nach dem Frühstück noch einen Zwischenstopp auf der Oxford Street gemacht, bevor es dann wieder nach Heathrow ging und wir am Abend um 21.45 Uhr in Husum ankamen.
Erfahrungen:
Um den Kontakt mit den Austauschschülern zu halten, haben wir unsere Nummern ausgetauscht, so dass wir miteinander kommunizieren können. Wir haben geplant, uns mal wieder zu treffen. Wenn das nicht klappt, wäre das sehr schade, da trotz der kurzen Zeit tiefe Freundschaften entstanden sind. Kurz und knapp: Ich kann es wirklich jedem ans Herz legen, da es einfach interessant ist, mal etwas anderes kennenzulernen und neue Freundschaften zu schließen. (Merle Carstensen)
Von dieser Reise nehme ich mit, dass man, egal welche Sprache man spricht, trotzdem super viel Spaß zusammen haben kann. Und dass England sehr grün ist und es viele alte Gebäude gibt. Mir ist aufgefallen, dass das Leben in England fast gleich ist wie in Deutschland. Der Höhepunkt waren die Abende in den Gastfamilien. Den Kontakt zu meinen Austauschpartnern behalte ich über das Handy und wenn sie mal in Deutschland sind, geben sie mir Bescheid. Es war eine sehr schöne Zeit und ich würde es jederzeit wieder machen. Den jüngeren Jahrgängen würde ich es auch sehr empfehlen. Ich bin sehr dankbar und froh für diese unvergessliche Zeit hier in England. (Liv Clausen)
Mir hat der Austausch sehr viel Spaß gemacht und ich finde es schade, dass er schon zu Ende ist. Ich habe neue Freunde gefunden und auch die Schüler aus meinen Parallelklassen näher kennengelernt. Ich habe auf jeden Fall vor, den Kontakt zu halten. Ich habe die Nummer von einer unserer Austauschpartner bekommen und weiß auch, dass viele andere dasselbe gemacht haben. Der Kontakt nach England wird weiterbestehen. Daher denke ich, dass diese Fahrt eine neue Bindung zwischen Husum und Kidderminster geschaffen hat, weil wir uns alle angefreundet haben und auch weiterhin in Kontakt bleiben werden. Vielleicht kommt man ja auch mal wieder vorbei. Für die Zukunft hoffe ich, dass die zukünftigen 9. Klassen auch die Chance bekommen, diesen Austausch zu machen, da es wirklich eine wertvolle Erfahrung ist. Ich bin auf jeden Fall froh, mitgekommen zu sein, und ich würde jedem wünschen, das auch miterleben zu dürfen. (Zoe Hinrichsen)
Kidderminster ist eine wundervolle Stadt mit sehr netten Leuten und einer beeindruckenden Geschichte und Landschaft. Es war auf jeden Fall eine großartige Chance, sein Englisch zu verbessern und mehr zu lernen. Das Sprechen mit Engländern ist viel mehr Übung und bringt dir viel mehr bei, als es jede Unterrichtsstunde jemals tun könnte. Bei dem Austausch lernt man viele neue Dinge kennen, wie die Kultur, neue Leute, und man sammelt wichtige Erfahrungen.
Da wir hier viele Freundschaften geschlossen haben und der Kontakt bestimmt nicht abbricht, hat der Austausch definitiv zur Festigung der beiden Schulgruppen beigetragen. Es
war spannend, etwas über den Alltag der Leute in England zu lernen, und nun weiß ich auf jeden Fall mehr über England.
Der Austausch war eine wundervolle Erfahrung und eine großartige Chance, sein Englisch zu testen und zu verbessern. Die Freundschaften, die hierbei geschlossen wurden, sind sehr wertvoll und wir werden weiterhin in Kontakt bleiben. Es ist auch sehr praktisch, Freunde im Ausland zu haben. Ich kann jedem einen Austausch empfehlen. Die Erfahrungen, die man hier sammelt, sind unbezahlbar und werden einem für immer in Erinnerung bleiben. (Nala Wulff)
